Unsere Kommune wird größer und größer. Bald sind es 7 Milliarden Menschen.
Sieben Milliarden Individuen mit 7 Milliarden Persönlichkeiten.

Da bleiben Konflikte natürlich nicht aus.
Überschneidungen und Reibungen sind das Salz in unserer Suppe.
Sie werfen uns zwar immer wieder zurück und verhindern, dass wir
im Gleichschritt dem Paradies auf Erden entgegen gehen.

Aber gibt es eigentlich etwas erschreckenderes als Männer
im Gleichschritt? Uniformierte Maschinen?

Trotzdem ziehen wir uns vor lauter Individualität die Uniformen an
um dazu zu gehören. Um uns fest zu saugen an dem großen Ball
des Kollektivs, der jedes Individuum überrollt.

Es fehlt uns nicht an Grundsätzen, es fehlt nicht an Philosophen die uns
sagen, dass das Leben selbst es Wert ist zu sterben.
Ich denke JEDER einzelne Mensch auf Erden weiß, dass es falsch ist zu töten.
Wir wissen, dass es genug Nahrungsmittel gibt, dass kein Mensch mehr
hungern muss. Was hält uns also ab?

Wieso rüsten Regierungen immer noch um die Wette, werden Waffen hier verboten und dort verkauft?

Wir führen Krieg für den Frieden. Wir saufen für den Regenwald. Wir essen
McDonalds Bio Burger. Kann es eigentlich noch absurder werden?

Obwohl wir uns über all diese Dinge klar sind, sind wir einfach nicht in der Lage sie um zu setzen. Obwohl wir doch alle herzensgute Menschen sind, bauen wir immer wieder Scheisse. Ein einzelner Mensch würde niemals so einen Schwachsinn anrichten, wie es die Menschheit tut. Aber die gibt es ja eh nicht mehr lange.

Wir vernichten uns selbst ist unsere Lieblingsausrede. Unsere liebste Vorstellung. Wir verpissen uns einfach mit einem lauten Knall, oder einer leisen Giftgaswolke von diesem Planeten. Auf das irgend ein anderer unseren Müll weg räumt.

Ich bin da weniger optimistisch. Ich glaube nicht, dass die Menschheit ausstirbt. Unsere Kinder und Kindeskinder werden mit unserem Erbe leben müssen.

Ich bin dafür ihnen eine lebenswerte Zukunft zu hinterlassen.


Und was tue ich dafür? Ich kann kein Alternativsystem hervorzaubern, nachdem die ganze Menschheit in Frieden und Harmonie zusammen leben kann. Aber ich bin mir sicher irgendjemand kann es. Warten wir also auf die Ankunft dieses überaus weisen Menschen und machen erstmal weiter wie gehabt. Noch einen letzten Burger bei McDonalds, Noch ein paar Grenzen mehr gezogen, Noch ein paar Mauern mehr gebaut.

Doch desto mehr Mauern wir errichten umso schwerer wird es sie einzureißen und um so beschränkter wird unser Horizont. Wir wissen nicht mehr wer fünf Meter neben uns steht, denn um uns herum sind nur noch Mauern.

Vielleicht ist der auf den wir warten also längst da? Eingesperrt im Nebenzimmer, wartet er nur darauf dass wir endlich die Wände einreißen um ihn zu befreien, um uns zu befreien.

© Franz-Christian Lorenz 2009. All rights reserved

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